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Deine Stärken weisen dir den Weg!

Aktualisiert: Okt 2


In meinen Coachings und Workshops spiele ich oft "Berufe Tombola": Meine Coachees und Teilnehmer ziehen per Los einen Beruf.

Gemeinsam überlegen wir dann, welche Tätigkeiten damit verbunden sind, welche Stärken man für diesen Beruf benötigt, wie man das überhaupt wird und ob dieser Beruf etwas für denjenigen wäre, der ihn gezogen hat und warum/warum nicht.


So entdeckst du auf spielerische Art und Weise, wie wichtig es ist...


a) deine Stärken und Schwächen zu kennen

b) dich mit Berufsbildern genauer auseinanderzusetzen


Denn, wenn deine Stärken im Beruf nicht erforderlich sind und damit nicht zum Einsatz kommen, ist das ebenso schlecht, wie wenn du dich jeden Tag dreifach bemühen musst, um das Ergebnis deiner KollegInnen zu erreichen. Oder dich schrecklich überwinden musst, bestimmte Aufgaben zu erledigen, weil sie dir einfach nicht liegen.


An anderer Stelle habe ich bereits unterstrichen, aber hier nochmal der MUTMACHER:

Du bist gut so wie du bist, jeder von uns hat Stärken und Schwächen. Sie werden aber im beruflichen Kontext, den du dir aussuchst, relevant!


Psychologische Untersuchungen zeigen, dass deine Stärken für den Berufserfolg entscheidend sind, deine Interessen spielen jedoch für die Zufriedenheit eine wichtige Rolle.


Es gibt für dich mit Sicherheit etliche interessante berufliche Tätigkeiten,

die genau deine Stärken erfordern!


Doch wie findest du heraus, wo deine Stärken liegen?


In dem du dich u.a. gezielt fragst...

  • was fällt mir leicht?

  • worin erziele ich gute Ergebnisse?

  • wobei bitten mich andere um Rat?

  • wobei vergesse ich die Zeit?

etc.


Frag´ dazu auch deine Mitmenschen, die dich gut kennen: Lehrer, Verwandte (nicht nur Eltern und Geschwister), Freunde, etc.


Wichtig ist, dass die sich dadurch ergebenden Eigenschaften immer durch konkrete Beispiele untermauert werden und ihr gemeinsam kritisch hinterfragt, ob sie tatsächlich für diese oder eine andere Eigenschaften oder auch mehrere stehen könnten. Das ist ein spannender Prozess!


Natürlich spielen über die Stärken hinaus deine Interessen - vor allem bei der Eingrenzung der potentiellen Berufe/Tätigkeiten im Rahmen der Orientierung - eine entscheidende Rolle:


Arbeitest du lieber mit Menschen, mit Zahlen, handwerklich, technisch, künstlerisch?

Oder begeistern dich bestimmte Branchen, Produkte, Dienstleistungen, etc.?

Achtung, hier schlummert viel Potential, weil dir manche Themenfelder vielleicht einfach bislang noch nicht bekannt sind. Du solltest daher mit Offenheit und Neugier den Blick über den persönlichen Interessen-Tellerand hinaus wagen!


Auch deine Werte, persönlichen Wünsche für die Zukunft und Ziele solltest du im Blick behalten:

  • Welchen Beitrag möchtest du leisten?

  • Was möchtest du erreichen?

  • Magst du im Team oder alleine arbeiten?

  • Welchen Raum soll der Beruf in deinem Leben einnehmen?

  • Wo möchtest du leben/arbeiten?

...

Das ändert sich natürlich auch mit den Lebensphasen und entsprechender -erfahrung, bspw., wenn man eine Familie gründen möchte. Dann werden womöglich andere Dinge wichtiger als die Rahmenbedingungen und Ziele, die du zum Berufsstart gewählt hast.

All das gilt es zu wissen und zu berücksichtigen.


Super, der erste Schritt ist geschafft! Du kennst deine Stärken.

Nun solltest du die Berufe erkunden. Hierzu findest du zahlreiche wertvolle Informationen im Internet - Webseiten von Hochschulen und Firmen - auf Berufsmessen, Schulinformationsveranstaltungen, etc. Natürlich kannst du auch eine Berufsberatung in Anspruch nehmen.


Am Rande hier ein kleiner aber wichtiger Exkurs:


Dein Studium bestimmt noch nicht deine berufliche Tätigkeit. Andererseits legen bestimmte Berufswünsche mitunter deine Studienwahl bereits fest.

Ein Beispiel? Gerne.

Möchtest du Arzt werden, musst du natürlich Medizin studieren.

Umgekehrt musst du kein Arzt werden, wenn du Medizin studiert hast.

Als Healthcare Professionell stehen dir viele Wege - ob mehr kommunikativ, technisch oder wissenschaftlich fokussiert - jenseits des ärztlichen Alltags offen.


Wenn du Architekt werden möchtest, musst du Architektur studieren. Als studierter Architekt könntest du aber auch als Interior Designer, Projektmanager o.ä. arbeiten.

Solltest du dich für eine Ausbildung entscheiden, legst du dich schon ein wenig mehr fest mit der Wahl des Ausbildungsberufes. Je nachdem, wo du diesen dann ausübst, können sich jedoch sehr unterschiedliche Tätigkeitsprofile ergeben.


DIE GUTE NACHRICHT:

KEIN JOB BLEIBT WIE ER IST IN DIESER DIGITALEN WELT!

UND VIELE TÄTIGKEITSFELDER UND BERUFE DER ZUKUNFT KENNEN WIR HEUTE NOCH GAR NICHT...


Die spannendste und authentischste Informationsquelle sind Interviews mit Berufsvertretern selbst. Wenn du sie zu ihrem beruflichen Werdegang, ihrem Alltag und der Zufriedenheit befragst, erfährst du nicht nur echte Einblicke, sondern du kannst auch über die Art und Weise, wie jemand erzählt, erleben, wie echte Begeisterung für einen Beruf aussieht. (Außerdem sind Beziehungen nie zu verachten im beruflichen Kontext!)


Solltest du selbst also keinen Arzt, Juristen oder Designer im familiären Umfeld oder Freundeskreis haben, frag' deinen Hausarzt, ob er bereit wäre, die über den Beruf Auskunft zu geben. Das kannst du auch beim nächsten Friseurbesuch oder vglb. Alltagstätigkeiten mit anderen relevanten Berufsvertretern machen.

Auch über die Berufsnetzwerke XING und LINKEDIN kannst du über deine Eltern jemanden bitten, dir Auskunft zu erteilen. Wer seinen Job mag, tut das in der Regel gerne. Und wie heisst es so schön? Fragen kostet nichts.


Bei allen Informationen, die du auf deiner Berufserkundungstour erhältst,

befrag` neben deinem Kopf auch deinen Bauch und dein Herz:

  • Bei welchen Themen wirst du richtig neugierig?

  • Was schreckt dich ab?

  • Was lässt dich vor Begeisterung nicht mehr los?

  • Was macht dir Angst?

  • Was verstehst du überhaupt nicht?

  • Was langweilt dich?

Und frag´ immer schön nach, bis dir die Dinge klar sind.


Ich weiss aus meiner persönlichen Praxis, dass es erst mal als ein riesen Angang erscheint, sich damit so strukturiert zu befassen. Aber ich weiss auch, dass, wer erst einmal damit startet, schnell richtig Fahrt aufnimmt.


Und das Thema Berufsorientierung ist nicht nur ein sehr spannendes Thema, es klopft auch unvermeidlich irgendwann an deine Türe. Je eher du damit startest, desto besser.


Solltest du dabei Unterstützung benötigen, bin ich zur Stelle.

Viel Erfolg!








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